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Vogtlandkreis aktuell

Essen im Vogtland



Was der Vogtländer isst

Essen und Trinken halten nach gutem volkstümlichen Erfahrungsschatz nicht nur Leib und Seele zusammen. Die landschaftstypischen Essgewohnheiten und besonders die traditionellen Speisen geben anschauliche Hinweise auf Lebensweise und Lebensstandard in vergangenen Jahrhunderten. Für das Nahrungsangebot im Vogtland mit seinen landschaftlich kargen Böden war die sehr frühe Einführung des feldmäßigen Kartoffelanbaus eine entscheidende Grundlage. Die ersten Nachweise vom Kartoffelanbau in südlichen Nachbarlandschaften um Asch in Tschechien und in Nordostoberfranken um 1650 finden 1680 im Grenzort Schönberg am Kapellenberg und wenig später auch im übrigen Vogtland Parallelen.

Die "wohlfeile" Kartoffelnahrung, die 1791 ein Plauener Kaufmann als Grundlage für die "wohlfeile", sprich billige Spinnerei auf dem Lande charakterisierte, lässt sich bis heute an der Vielzahl der Kartoffelgerichte ablesen. Von Spalken (Suppe mit Kartoffelstückchen) über Bambes (Kartoffelpuffer), Eingeschnittenen (Bratkartoffeln) bis zu den landschaftstypischen "Grüngenifften" (Klöße aus roh geriebenen Kartoffeln) reichen die vogtländischen Kartoffelgerichte. Aber auch aus gekochten Kartoffeln formte man mit geringsten Zutaten die verführerisch klingenden "Nacketen Maadle" und der Kartoffelkuchen gehört bis heute zum Angebot der Bäckerein. Die überragende Bedeutung der hier "Erdeppl" genannten Kartoffeln wird sogar in der Volksdichtung bezeugt:


Erdeppelsupp in der Früh,
Erdeppl zu Mittig in der Brüh,
Erdeppl ne Umnd in der Schol,
macht ne Tag drei Mol.


Den Kartoffelklößen gelang es, die teuren Mehlköße aus der Stellung eines Festessens zu verdrängen. Heute nehmen grüne Klöße mit Sauerbraten oder Rouladen als Sonntagsessen den ersten Rang ein. Das war freilich nicht immer so und die häufige Verwendung des Geschlings als "saure Flecke" oder auch die Beliebtheit von "Schwammespalken" (Kartoffelstückchen mit Pilzen) in traditionellen Rezepten lässt ahnen, dass der vogtländische Küchenzettel keinen Luxus zu bieten hatte.

Selbst das "Neunerlei" am Heiligabend als Auftakt zu den weihnachtlichen Festtagen bietet in den überlieferten Zusammensetzungen von Brot, Hirsebrei, Sauerkraut, Klößen oder Kartoffeln, Wurst oder Hering, Semmelmilch, Preißelbeeren, Stollen, Salz ein Bild vom ursprünglich bescheidenen Standard der Volksnahrung im Vogtland. Eine kleine Auswahl von typisch vogtländischen Gerichten haben wir aus einem Kochbuch von 1927, aus Überlieferungen und eigenen Erfahrungen zusammengetragen und möchten es Ihnen mit Humor servieren. Die vogtländische Küche verwendet hauptsächlich Produkte aus der Region und damit liegt sie genau richtig im Trend einer gesunden Ernährung .

Text: Horst Fröhlich


Die Gerichte:

1. Griegeniffte (Grüne Klöße) Rezept
2. Bambes (Kartoffelpuffer) Rezept
3. Zuedelsupp' (Zodelsuppe) Rezept
4. Bruetsupp' (Brotsuppe) Rezept
5. Eigenschniet'ne, Spälkle, Bröckelkließ Rezept
6. Vogtländischer Karpfen Rezept
7. Ei'mar'nierter Hering (Einmarinierter Hering) Rezept
8. Rouladen Rezept
9. Sauerbrot'n (Sauerbraten) Rezept
10. Rippelbrot'n und Krehbrie (Rückgratknochen und Meerettichbrie) Rezept
11. Gäns'bauch (Gänsebauch) Rezept
12. Erdäpfelkung (Kartoffelkuchen) Rezept
13. Schüttelgurken Rezept
14. Spalken (Eintopf) Rezept


Quelle Rezepte: Tourismusverband Vogtland und TOURBU SACHSEN

 



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