

Das
Vogtland
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Vogtlandkreis aktuell
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Museen bewahren Traditionen
Wesen und Werden einer Region, ihre
natürlichen, geschichtlichen und gewerblichen Besonderheiten offenbaren sich in
ihren Museen. Das Vogtland beherbergt auf relativ kleinem Raum eine Vielzahl an
Museen, Schauobjekten, Gedenkstätten und Heimatstuben sowie privaten Sammlungen.
Rund 40 Einrichtungen unterschiedlichster Art und Größe bieten gegenwärtig ihren
Besuchern Aussagen zur Natur Landschaft, Geschichte und Kultur des
vogtländischen Raumes, wobei es bemerkenswert ist, dass es kaum inhaltliche
Wiederholungen gibt.
Fast jedes Museum kann mit einem besonderen Profil seiner Ausstellungen aufwarten oder besitzt eine spezielle Sammlung. So finden sich im südlichen Vogtland, der Heimat des Musikinstrumentenbaus, neben dem auch international bekannten Museum in Markneukirchen die Heimatstube Zwota mit einer Ausstellung der verschiedenen Harmonika-Instrumente und in Wohlhausen eine eindrucksvolle Privatsammlung mechanischer Musikwerke von der Spieldose bis zur Karussellorgel. Privater Initiative ist es überdies gelungen, das urkundlich bestätigte "kleinste Musikinstrumentenmuseum der Welt" in Mehlteuer einzurichten. Internationale Bekanntheit kann auch die von einem Verein getragene "Deutsche Raumfahrtausstellung" in Morgenröthe-Rautenkranz für sich die im Museum Göltzsch in Rodewisch gezeigten Ausgrabungsfunde aus einer spätmittelalterlichen Wehranlage.
Gleich drei Museen befinden sich in der kleinen Stadt Lengenfeld. Neben dem Heimatmuseum gibt es ein Feuerwehrmuseum und die noch in Betrieb befindliche Klopfersmühle bietet Einblicke in die Technik der einst im Vogtland verbreiteten Wassermühlen.
Mit der seit 1929 stillstehenden, aber als technisches Denkmal gestalteten Windmühle in Syrau bei Plauen besitzt das Vogtland auch für diese Mühlentechnik das einzige Beispiel im weiten Umkreis. Ländliche Technik, ländliches Handwerk und bäuerliche Lebensweise haben sich im letzten Jahrhundert umfassend gewandelt. Freilichtmuseen sind in den letzten Stätten, die Bauweise, Arbeit und Wirtschaft in der Vergangenheit veranschaulichen können. Das in den 60er Jahren ursprünglich aus dem Sammlerfleiß eines Bauern entstandene Freilichtmuseum Landwüst-Eubabrunn ist dafür ein weithin bekanntes Beispiel.
Bauliche Zeugnisse der Vergangenheit sind auch Burgen und Schlösser im Vogtland. Einige beherbergen auch Museen und bieten so geschichtliche Anschauung im doppelten Sinne, wie das Museum auf der Burg Mylau, das Teppich- und Heimatmuseum in Oelsnitz auf Schloss Voigtsberg oder die Heimatstuben im Mühltroffer Schloss. Eine glückliche Einheit von repräsentativem Bauwerk und musealer Nutzung bildet auch das Vogtlandmuseum in Plauen, das in Wohnhäusern ehemaliger Baumwollwarenhändler aus dem Ende des 18. Jahrhunderts die größten Sammlungen des Vogtlandes ausstellt.
Text: Horst Fröhlich
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